Das Special Event “Las Vegas 300” hat viele Fassetten des Oval Rennsport. Es wurden viele großartige Siege gefeiert, mit extrem hohen Siegprämien von $1 Mio, aber es gab auch die andere Seite wo alle Beteiligten vom Veranstalter bis zum Fan, eher Tränen in den Augen hatten als beim Indycar Rennen 2011 der zweifache Indy 500 Sieger Dan Wheldon tödlich verunglückte.
Soviel zu dem Hintergrund dieser Rennstrecke, die aber mehr gute als schlechte Zeiten erlebt hat auf sportlicher Ebene.
Das “Las Vegas 300”, powered by MSRL – Midnight Simracing Liga, ist immer eine gute Gelegenheit zu zeigen ob man es drauf hat auf diesem schnellen Cookie Cutter Racetrack durchzuhalten und keine Fehler zu machen. Die Teilnehmer des Rennens konnten schon im Practice erkennen, dass diese Strecke zwar auf dem Papier sehr einfach ausschaut, aber sie hat auch ihre Tücken wie sich später im Rennen zeigen sollte.
Andreas Topp (#01, Chevy Camaro) setzte im Practice mit seiner Topzeit von 31.760 Sek ein Ausrufezeichen.

Im Qualy waren es dann aber andere die das Heft in die Hand genommen hatten. Die Pole ging an Björn Knauer (#2, Ford Mustang) mit einer 31.769 und nur 0.019 Sek dahinter Stefan Kapeller (#9, Cheyv Camaro) und Stefan Hausleithner (#76, Ford Mustang) fehlten am ende nur 0.093 Sek zum Polesetter.
Das Rennen konnte losgehen. Knauer (#2) behielt nach dem Start erst einmal die Führung, dahinter Kapeller (#9) und Hausleithner (#76).
Leider kam dann schon in Runde 9 die erste von 2 Cautions im Rennen wegen eines kleinen aber entscheidenden Fehlers von Tom Steiner (#52), der nur kurz die Mauer berührte, was dazu führte das er dem ihn folgenden Kay Petri (#12) direkt vor das Auto katapultiert wurde.
1024Petri hatte keine Chance und bog denkbar ungünstig in Richtung Infield ab und wurde dort abrupt von der Mauer gestoppt, dann aber ungünstig wieder zurück auf die Strecke geschleudert.
Das Unheil hatte aber noch kein Ende. Wie man oben im Bild sehen kann kamen dort noch zwei Fahrzeuge mit hohem Tempo. diese hatten aber auch kaum auf die vor sich bietende Situation reagiert und versuchten ohne grosse Verzögerung zwischen Mauer und dem Petri Frack durch zufahren. Die Caution war dort schon längst ausgelöst.
Während Holger Fetting (#321) mit viel Glück und einer kleinen Schramme durchschlüpfte, kam es für Dieter Beier (#7) ganz dicke. Man hat in solch einer Situation nur einen bruchteil einer Sekunde Zeit eine Entscheidung zu treffen. In diesem Fall war diese, entweder oben oder unten an dem Frack von Petri (#12) vorbei zu fahren. Beier (#7) entschied sich im letzten Moment um und wollte dann oben durchfahren. Die Lücke war jedoch zu eng geworden, auch weil das Fahrzeug von Petri noch leicht rollte, so dass es dann zu der nächsten fatalen Kollision kam.
Wie nicht selten bei solchen Oval Rennen, hat auch diese Caution am Ende ihre Opfer gefordert.
Für Beier (#7) kam das Ende dann aber in Runde 71, als er unglücklich mit Matthias Große (#79) kollidierte als dieser in Turn 3 von der Highline herunter zum Apron zog, direkt vor das Auto von Beier (#7). Es ist nicht viel passiert, aber es reichte ihm wohl aus das Fahrzeug aus dem Rennen zu nehmen und aufzugeben.
Für Große (#79) kam es in Runde 130 dann auch nochmal dicke, da er sich eine Black Flag eingehandelt hatte und gezwungen war nochmals eine runde durch die Pitlane zu fahren.
Nach der ersten Caution übernahm Steiner (#52) die Führung bis Runde 42. Dann kam der Auftritt von Andreas Topp (#01).
Topp (#01) hatte seinen Rhythmus gefunden und setze sich von Runde 43 an vorerst in Führung, setzte in Runde 59 auch mit einer 31.843 Sek die schnellste Rennrunde und wurde dann in der Führungsarbeit erst wieder in Runde 114 von Stefan Hausleithner (#76) abgelöst.
Hausleithner (#76) hatte sich im Verlauf des Rennens immer weiter nach vorn gefahren, konnte aber am Ende durch eine etwas ungünstigere Pitstop Strategie nicht gegen dem Druck von Topp (#01) standhalten, da dieser die etwas frischeren Reifen hatte.
Am Ende des Rennens belohnte sich Andreas Topp (#01, Chevy Camaro) mit dem Sieg nach 200 Runden und 107 davon in Führung liegend. Die schnellste Rennrunde geht ebenfalls auf sein Konto!

ERGEBNIS

Fin PosCarNameStart PosCar #IntervalLaps LedQualify TimeAverage Lap TimeFastest Lap TimeLaps CompInc
1NASCAR XFINITY Chevrolet CamaroAndreas Topp41-00.00010736.26031.8432000
2NASCAR XFINITY Ford MustangStefan Hausleithner376-5.3235136.28631.8612003
3NASCAR XFINITY Toyota SupraTom Steiner552-1 L2736.51031.87819912
4NASCAR XFINITY Ford MustangBjörn Knauer12-2 L936.65731.9201980
5NASCAR XFINITY Toyota SupraKay Petri812-3 L035.80431.9121976
6NASCAR XFINITY Chevrolet CamaroStefan Kapeller29-3 L636.94831.8951970
7NASCAR XFINITY Toyota SupraPascal Benz954-3 L036.96832.1311976
8NASCAR XFINITY Toyota SupraMathias Große1279-5 L037.27931.94119512
9NASCAR XFINITY Ford MustangHolger Fetting10321-11 L036.95032.3961891
10NASCAR XFINITY Ford MustangManuel Waldbauer78-100 L039.09232.0611008
11NASCAR XFINITY Toyota SupraDieter Beier117-130 L041.04732.066708
12NASCAR XFINITY Chevrolet CamaroDennis Sachinidis611-200 L000.00000

By Admin

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