#62 – GRC-TV Racing | Didi Draxler – Sascha Henken – Michael Morgenthal

Am Samstag den 19.09.2020 um 11:00h war es endlich soweit für GRC-TV Racing mit den Fahrern Sascha Henken, Didi Draxler und Michael Morgenthal.

Ausgetragen wurde das 4h Rennen von KEK SimRacing & RennWelten. Für die Organisatoren war es auch gleichzeitig ein Test, um zu lernen wie das alles funktioniert mit den richtigen Servereinstellungen, dem Fahrerwechsel und viele weitere Dinge die es zu organisieren gab. Das an diesem Nachmittag dann auch einiges schief laufen sollte, konnte niemand ahnen. Aber so ist das wenn man in das kalte Wasser springt als Veranstalter.

Aber nicht nur bei der Orga des Events kam es zu Problemen, sondern auch für GRC-TV Racing lief es nicht optimal, aber auch teilweise bedingt durch die sehr schlechte Umsetzung seitens Kunos, wenn es um das Thema Fahrerwechsel im Rennen mit der Simulation Assetto Corsa Competizione geht.
Die meisten Teilnehmer kannten das Prozedere schon, aber zu Problemen kommt es doch auch bei denen immer wieder. Angefangen mit der Reihenfolge beim joinen der Rennsession auf dem Server. Zuerst muss unbedingt der Fahrer joinen der auch das Setup stellt, erst danach dürfen die weiteren Fahrer des Fahrzeugs joinen und das möglichst auch nicht gleichzeitig, sondern etwas zweitversetzt. Der Fahrerwechsel im Rennen selbst, ist dann die nächste Katastrophe, da der aktive Fahrer auf der Strecke den nächsten Fahrerkollegen auswählen muss und unter Umständen auch noch den Reifendruck anpassen und weitere Optionen wie Reparaturen an oder abwählen muss. Das alles während man auf der Strecke unterwegs ist. Die Frage an den Entwickler stellt sich da, warum man sich nicht einfach an andere Simulationen orientiert hat die es definitiv besser können wie als Beispiel iRacing, rfactor 2 oder sogar das uralte Live for Speed. Aber das ist leider auch noch nicht alles was so verkehrt laufen kann.

Nun kommen wir aber zum eigentlichen Renngeschehen. Auf einem Aston Martin Vantage V8 GT3 wurde das erste längere Event mit Fahrerwechsel auf der Rennstrecke in Kyalami angegangen. Viele Testkilometer später hatte man dann auch ein Setup und eine Strategie. Mit 4 Stopps soll die 240 Minuten dauernde Distanz geschafft werden.
Als erstes ging es aber vorerst in die Qualifikation. Michael M. war zuversichtlich irgendwo im Bereich von P10-15 landen zu können, da die Rundenzeiten in den Practice Sessions da sehr viel Hoffnung ergaben. Dort schaffte man noch eine tiefe 1:41er Zeit, die aber im Qualy einfach nicht zu reproduzieren war. Das Auto fühlte sich komplett anders an trotz angepasst er Reifendrücke. Es fehlte so ziemlich genau eine Sekunde die ungefähr P14 bedeutet hätte anstatt einen enttäuschenden Startplatz 25. Der erste Schock also gleich schon bevor das Rennen losging.
Auch für die Orga gab es einiges an negativen Momenten man die Session zwei mal neu starten musste. Die Nerven der Teilnehmer und der Orga wurden da schon ein wenig strapaziert.

Die Fahrer von GRC-TV Racing waren sich eigentlich alle im klaren, dass auch für sie dieses Rennen als Lernveranstaltung zu sehen war. Natürlich sind solche Langstreckenrennen einfach die Krönung. Nichts macht mehr Spaß, als mit seinen Kumpels zusammen solch ein Rennen überstehen zu können und jeder trägt seinen Beitrag dazu bei.

Die 4,5km lange Strecke in Kyalami (Süd Afrika) erwartet die Fahrer mit 16 herausfordernden Kurven. Überholmöglichkeiten sind eigentlich nur auf der Start/Ziel Geraden “The Kink” oder in der bergab Passage “Mineshaft”.

Alle Teilnehmer waren nun bereit für das 4 Stunden Abenteuer und so ging es in die Startrunde und das Drama ging weiter. Kurz nachdem das Rennen gestartet wurde, gab es unerklärliche Stop&Go Strafen und bei dem Startfahrer von GRC-TV Racing gab es auch noch ein kurzes Standbild, was dazu führte das er direkt in die Mauer einschlug. Nun war es Glück im Unglück, da die Orga des Rennens sich dazu entschloss eine Red Flag auszugeben und die Rennsession neu gestartet wurde.
Leider gab es auch dabei ein paar Probleme für GRC-TV Racing beim Joinen der neuen Rennsession durch eigenes Verschulden, welches dazu führte das man nun von ganz hinten starten musste, also noch hinter den GT4.

Jetzt aber kommt der positivere Teil der Veranstaltung. Denn es wurde tatsächlich noch Rennen gefahren. Allerdings für GRC-TV Racing auch nur bis zum ersten Pitstop. Als Sascha H. den Aston Martin übernehmen wollte, saß er plötzlich im falschen Auto. zudem saß auch noch jemand fremdes im Aston. Letztlich musste das Auto kurz in die Box gestellt werden und dann wurde zu allem Übel auch noch ein 3 Runden Rückstand aufgebrummt. Was für ein katastrophaler Einstand für GRC-TV Racing. Niemand konnte da etwas dafür, einzig die Simulation hat uns ihre Grenzen aufgezeigt.

Das Rennen wurde dann aber doch zu Ende gefahren. Das Auto lief gut und die Rundenzeiten hätten auch für eine Top 10 Platzierung gereicht. Alle drei Fahrer haben keine gravierenden Fehler gemacht, so dass man für sich selbst mit einem guten Gefühl, aus dem Event doch noch etwas positives mitnehmen konnte.

Die Krönung war zudem auch das der Rennfahrer und Teamchef Lucas Luhr von LiLac Rennsport an dem Rennen teilgenommen hat. Im indirekten Fernduell konnte GRC-TV Racing zeitweise sogar den Abstand verkürzen zu dem vorausfahrenden Lucas L.! Das kann sich doch auch sehen lassen.

Ein riesen Dank an die Orga von RennWelten und KEK SimRacing, die alles gegeben haben um mit den ganzen Unwägbarkeiten der Simulation klar zu kommen und um irgendwie doch noch eine gute Veranstaltung daraus zu machen.

Gratulation an die Sieger vom Team Garage 991 powered by RennWelten (#993) die den Gesamtsieg geholt und die GT3 Klasse gewonnen haben.

Gratulation auch an das Team SBinella Racing (#516) die den Sieg in der Klasse GT4 geholt haben.

GRC-TV Racing wird sich aber vorerst in die Beobachter Rolle begeben und schauen ob Kunos da endlich mal Hand anlegt an diese vielen Dinge die bei diesen Team Events nicht optimal umgesetzt wurden!

Bitte, bitte tut etwas liebe Kunos Entwickler! Wir haben Fun mit Assetto Corsa Competizione, aber noch mehr wenn die Team Events besser laufen.

Das Ergebnis im Detail:

Der Stream wurde von Bloodyrain1984 auf twitch übertragen

Von Admin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site is protected by reCAPTCHA and the Google Privacy Policy and Terms of Service apply.